Mitteilungsblatt März 2024

1. Anningernetzwerktreffen

Die Corona-Pandemie hat einen großen Prozess des Umdenkens ausgelöst: Die alte „Sommerfrische“ in Großstadtnähe hat neuen Wert bekommen, Ausflüge in den Wienerwald werden wieder gerne unternommen, – in den nächsten Jahren wird mit einem enormen Zuwachs an Besucherinnen und Besuchern des Anningergebietes zu rechnen sein.
Der Wienerwald und das Anningergebiet im Besonderen leisten eine hohe „Wohlfahrtswirkung“. Nur wenige Kilometer von der heißen Innenstadt Wiens warten kühle, saubere Luft, gesunder Waldboden …
Etliche Vereine und Institutionen sind im Anningergebiet tätig. In Zeiten, in denen sich immer weniger Leute freiwillig und unentgeltlich engagieren möchten, scheint es angebracht, gemeinsam Synergieeffekte zu suchen, Geld, Zeit und Personal optimal einzusetzen und weitergehende Ideen abzusprechen.
Nun hat der „Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877 (kurz: Verein 1877) die Initiative ergriffen: Erstmalig ist es gelungen, im Vereinsbüro in der Herzoggasse zu einem Netzwerktreffen zu laden. Vereinsobmann StR Dr. Leo Lindebner leitete das Meeting.
Akteure im Anningergebiet wie Vertreter der NÖ Berg- und Naturwacht-Ortsgruppe Mödling, der Sportunion Hinterbrühl-Sektion Mountainbiken, des Bundesforste-Forstreviers Hinterbrühl, des Vereins Naturpark Föhrenberge, der Biosphärenpark Wienerwald Management GmbH und der Wienerwald Tourismus GmbH sowie der Bürgermeister von Hinterbrühl, Mag. Erich Moser, sind zum Kennenlernen und zum Vorstellen der jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten gekommen.
Die klimarelevante Forstwirtschaft, zeitgemäße Holzerntemethoden, umfassender Naturraumschutz, neue Wanderrouten und – ausschilderungen, das immerwährende Problem der Hundeführung im Wald, diverse Probleme der Mountainbike-Community, das unbefugte Befahren der Anningerforststraße usw. sorgten für engagierten Gesprächsstoff.
Es gibt Vieles zu koordinieren und zu besprechen und Wichtiges zu veröffentlichen. Im September erfolgt bereits das nächste Treffen. Zu besonderen Themen können bzw. sollen auch weitere Interessenten eingeladen werden.

DAS ANNINGERHAUS: EIN NEUSTART

Das alte Pachtverhältnis für das Anningerhaus ist  – wie im Jänner 2022 gemeinsam und amikal vereinbart und im Pachtvertrag festgeschrieben –  mit Ende Oktober 2023 ausgelaufen. Die Familie Maresch verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand.

Im November erfolgt nun die Auflösung des jetzigen Betriebs, mit Dezember können die Umbauarbeiten im Haupthaus mit der Errichtung von Büro-, Aufenthalts- und Schlafräumen für den Pächter und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beginnen. Auch die für einen geordneten Gastronomiebetrieb notwendige Infrastruktur des Gebäudes wird einer Überprüfung unterzogen und gegebenenfalls auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.

Der Vereinsvorstand bedankt sich an dieser Stelle bei Christine Sedlak und Walter Maresch für das langjährige Führen des Annigerhauses. Zweifelsfrei ist das Schutzhaus ein bauliches Juwel, welches in diesen Zeiten ein modernes, kreatives und innovatives Gastronomieangebot verdient.

Der neue Pächter, Andreas Bachinger, wird bemüht sein, bereits an den Adventwochenenden in einer reduzierten Art und Weise zu öffnen und sich freundlich vorzustellen. Der Vorstand wird im Dezember über seine Person, sein Team und sein Konzept ausführlich berichten.

Erleben Sie die Neuerrichtung der Jubiläumswarte am Anninger im Jahr 2021 aus der Vogelperspektive