DIE KAISER JUBILÄUMSWARTE AM ESCHENKOGEL

1887 wurde die „Sophienwarte“, eine Aussichtstribüne aus Holz auf dem Eschenkogel, feierlich eröffnet. Sie war die Vorläuferin der „Kaiser Jubiläumswarte“

1896 wurde ein Fonds mit dem Ziel gegründet, zum 50-jährigen Regierungsjubiläum vom Kaiser Franz Josef I. einen neuen Aussichtsturm auf dem Eschenkogel errichten zu können. 1898 wurde die neue Eisenkonstruktion, bestehend aus drei Stockwerken mit einer Höhe von 15 Metern, eingeweiht und eröffnet.

Anlässlich des 100 Jahr-Jubiläums wurde die „Jubiläumswarte“ 1998 renoviert. Die Metallkonstruktion wurde neu gestrichen, die Holzstufen und-plattformen durch Gitterroste ersetzt

Aufgrund massiver Rostschäden an der tragenden Stahlkonstruktion musste 2019 der alte Aussichtsturm für den allgemeinen Publikumsverkehr gesperrt werden. Lange Diskussionen, eingehende Gutachten, diverse Planungsschritte und eine unendliche Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten folgten.

Schlussendlich wurde der alte Stahlbau am 15. März 2021 abgebrochen und der Neubau konnte starten. Die großzügige Spende eines privaten Gönners und eine finanzielle Bezuschussung durch die NÖ Wirtschaftsagentur „ecoplus“ machten das Unmögliche möglich:

Ein Neubau, 20 Meter hoch, der alle notwendigen technischen Auflagen erfüllt, aufgrund der flachen Treppenstufen gut zu besteigen ist und optisch gefallen kann, wurde in kürzester Zeit errichtet.

Die kongeniale und hocheffiziente Partnerfirma, die Unger Stahl GmbH, tat das Ihre dazu. Der Neubau gedieh plangemäß, sodass der neue Aussichtsturm bereits am 26. Juni2021 zur Begehung frei gegeben werden konnte.

Coronabedingt konnte das gut besuchte und fröhliche Einweihungs- und Eröffnungsfest aber erst am 2. Oktober stattfinden.

5 JAHRE NEUE KAISER JUBILÄUMSWARTE

Von Anbeginn hat der Besitzer des Aussichtsturms, der „Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877“ unter der Führung von Obmann StR Dipl.-Ing. Dr. Leo Lindebner, nur gute Erfahrungen gemacht.

Die Leute steigen gerne auf, weil benutzerfreundlich gebaut, fühlen sich sicher und rühmen den wunderbaren Ausblick rundum, der sich von der obersten Plattform bietet. Entsprechende Notizen im Gipfelbuch der Warte bestätigen dies.

Auch der dazugehörende Waldruheplatz wird gerne von müden Wanderinnen und Wanderern genutzt.

Bei der Warte wurden schon schöne Veranstaltungen organisiert, viele Wandertage endeten hier naturnah bis stimmungsvoll.

Ein besonderes Highlight ist die Anningerwallfahrt und die Ökumenische Bergmesse, die seit 2023 immer am Pfingstmontag am Fuß des Turms abgehalten wird. Alle Glaubensgemeinschaften in Mödling und Umgebung sind von Dechant Mag. Valenta eingeladen, teilzunehmen und das große Gemeinschaftsgefühl zu leben und zu würdigen.

ANNINGERWALLFAHRT UND BERGMESSE 2026

Am heurigen Pfingstmontag organisierte der Pfarrverband „Am Mödlingbach“ unter der Leitung von Dechant Pfarrer Mag. Adolf Valenta mit der Unterstützung des „Vereins der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877“ bereits zum 4. Mal eine Ökumenische Bergmesse bei der „Neuen Kaiser Jubiläumswarte“.

Die Wanderung dorthin  – die „Anningerwallfahrt“ –  soll der Besinnung und der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls dienen.

Sie startet immer im Prießnitztal und führt über die Anningerforststraße vorbei an der „Breiten Föhre“ durch den Wald der Stadtgemeinde Mödling, weiter vorbei an der vereinseigenen Waldrast „Krauste Linde“ bis zu unserem „Anningerschutzhaus“.

Für Mobilitätsbeeinträchtigte und kleine Kinder, die den Weg noch nicht schaffen, gibt es einen Bus-Shuttledienst ab Parkplatz/Prießnitzgasse.

Die Organisatoren konnten sich auch in diesem Jahr über die zahlreiche Beteiligung aller in Mödling tätigen Glaubensgemeinschaften freuen.

Nach der fröhlichen Bergmesse gab es eine von unserem Verein ausgerichtete Agape und das „Anningerhaus“ bot im Gastgarten kleine Gerichte wie Speck-, Käse- und Schmalzbrote und kostengünstige Getränke für die hungrigen Wandergesellschaft an.

 

Erleben Sie die Neuerrichtung der Jubiläumswarte am Anninger im Jahr 2021 aus der Vogelperspektive